Alle Artikel von Juliane Schneider

Beim Töpfer

Töpferwerkstatt

Der Töpfermeister betreibt eine der letzten Brauntöpfereien Deutschlands. Auf einem Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern stellt er traditionelle Bunzlauer Keramik her.

Unter der Decke der Töpferwerkstatt sind die Schüsseln zum Trocknen aufgereiht.

Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße führt durch das 20-Seelen-Dorf Lenzen bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern. Sie endet vor den Toren einer alten Gutsanlage. Hier widmet sich der Töpfermeister einem alten Handwerk: der heute selten gewordenen Brauntöpferei. Die Töpferwerkstatt, den Verkaufsraum und den großen Holzbrennofen hat er in den Nebengebäuden des Gutshauses untergebracht.

Weit draußen

Wer das Gut betritt, erblickt viel Grün, einen See und ein Wäldchen. Die befestigte Straße endet vor den Toren des Gutshofs. In den Sommer-monaten erreichen am Tag vier bis fünf Kunden den abgelegenen Töpferhof. Im Verkaufsraum finden sie lange Regalreihen voller Tongefäße, Tassen, Krüge und Gärtöpfe in zahlreichen Brauntönen.

Freiraum

Der Töpfer schätzt das geruhsame Leben in der Abgeschiedenheit des Dorfes. Er hat den Gutshof in den letzten 30 Jahren nach und nach renoviert. Eine Heizung für die Wohnräume im Gutshaus hat er erst vor sechs Jahren eingebaut.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Ein Haus blüht auf

Haus renovieren

Vor 17 Jahren zog die Heimwerkerin in ein sanierungsbedürftiges Häuschen nach Rott am Inn. Mittlerweile hat sie ein Schmuckstück daraus gemacht.

Das Stahlblech über dem Kaminofen schützt die verkleidete Holzbalkendecke vor Hitze.

Möbel mit Patina haben die ehemalige Antikhändlerin schon immer Freude bereitet. Sie führte einige Jahre zusammen mit einem Partner ein Antiquitätengeschäft in München. Doch die Metropole wurde ihrer Familie zu teuer. Also ging es raus aufs Land, wo sich bereits Freunde niedergelassen hatten. Als sie das Häuschen an einem Hang in Rott am Inn zum ersten Mal sah, war sie nicht begeistert: feuchte Wände, wenig Licht, kein Bad. Doch mit viel Eigenleistung und der Hilfe von befreundeten Handwerkern und Architekten ging es nach dem Kauf im Jahr 2001 aufwärts. Zwei Jahre später zog sie mit Mann und Kind auf die Baustelle. Bald planten sie einen Anbau, weil es mit inzwischen drei Töchtern auf 96 Quadratmetern zu eng geworden war. Die Erweiterung ist über ein Verbindungsstück vom ersten Stock des Vorderhauses erreichbar, hat aber auch einen separaten Eingang. Heute sind diese 50 Quadratmeter Wohnfläche vermietet und die Eigentümerin bewohnt das Haupthaus mit den beiden jüngeren Töchtern.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Hof der schönen Dinge

Landgasthof

In einem alten Landgasthof betreibt die Händlerin ein Möbelhaus mit alten Fundstücken.

Zwischen Wäldern und Feldern findet man diesen Landgasthof. Auf dem gekiesten Parkplatz vor dem ehemaligen Gasthaus stapeln sich Wannen, Kübel und Töpfe aus altem Zink. Auch in dem Gebäude dreht sich alles um schöne Dinge aus früheren Zeiten. Auf zwei Etagen werden antike Möbel, Stoffe, Gefäße und auch manch eigenwillige Gerätschaft ausgestellt.

Aus zweiter Hand

Ein Duft aus Leinöl, Blüten und frischem Kaffee begrüßt den Besucher. Dem süßen Duft folgend gelangt man zu einem Regal, in dem in Schachteln und Schütten Duftsäckchen mit getrockneten Blüten liegen. Sie helfen gegen unangenehme Gerüche in alten Möbeln. Daneben häufen sich Porzellan-knäufe für Kommoden und Schränke. „Das sind die einzigen
Neuwaren hier“, versichert die Inhaberin. Alles andere, was sie in ihrem Laden verkauft, hat schon mehrere Besitzer gesehen.

Mit neuem Anstrich

Im Laden türmen sich Tische und Schränke, Stühle und Vertikos. Viele davon hat die 40-Jährige mit weißer Kreidefarbe aufgearbeitet. Die hellen Möbel sind bei ihren Kunden beliebt, auch weil sie Licht in dunkle Ecken bringen. Im Eingangsbereich und im Obergeschoss findet man hingegen originalgetreu restaurierte Möbel in satten Holztönen. Stühle und Tische in hellen Türkis- und Blautönen, wie man sie von Küchen aus den 1940er und 1950er Jahren kennt, stehen in einem weiteren Raum. Ein kleineres Zimmer mit wechselnden Sonderangeboten ist Kleinmöbeln, Küchengeräten und Spielzeug vorbehalten. Die meisten von ihnen stammen aus den 1960er und
1970er Jahren. Auch einige Möbel im typischen Industriedesign sind dort zu finden.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Atelier für Mobiles

In ihrem Atelier im münsterländischen Havixbeck erschafft die Designerin kunstvolle Mobiles aus Stahl und Papier. Die schwebenden Objekte setzen Akzente und beleben den Raum.

Freischwebende Mobiles sind immer in Bewegung, wie der Name (vom franz. mobile:
beweglich, drehbar, lebhaft) schon sagt. Beim kleinsten Luftzug tanzen die einzelnen Teile.

Sobald man das helle Atelier betritt, muss man zunächst einmal schauen
und staunen: Überall hängen Mobiles in den verschiedensten Formen und
Farben, und durch den Luftzug der geöffneten Tür steht keines von ihnen ganz still. Die 55-Jährige schaut zu ihnen hoch und meint „Mobiles beflügeln den Raum“. Zu den schwebenden Objekten ist sie über einige Umwege gekommen: Nach ihrer Ausbildung zur Holzbildhauerin studierte sie Objektdesign und beschäftigte sich zunächst mit großformatigen Papierobjekten. „Aber schon während des Studiums habe ich mich gefragt, warum eigentlich keiner Mobiles macht?“ Sie selbst hatte in der Kindheit ein Exemplar von ihrem Vater geschenkt bekommen. Das zarte Objekt mit Rehen und Hirschen aus Messingblech hat bis heute einen Ehrenplatz in ihrem Arbeitszimmer und glänzt, sobald die Sonne durch
das Fenster scheint.

Erfahren Sie mehr über die Arbeitsweise der Objektdesignerin in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2020.

Treppensanierung – Beispiele aus der Praxis

Eine Treppe aus Massivholz ist ein Blickfang in jedem Haus. Einmal in die Jahre gekommen, ist bei der Renovierung Fingerspitzengefühl gefragt. Vier Hausbesitzer erzählen, wie sie ihre Stiegen neugestaltet haben.

Das Ehepaar wohnt in einem Zweifamilienhaus von 1938 in Bielefeld. Ihre außergewöhnliche Treppe ist ein Blickfang und überwältigt die Besucher mit verschiedenen Rottönen.

Abblätternder Lack, abgelaufene Stufen oder tiefe Kratzer: Die tägliche Nutzung hinterlässt Spuren auf der Holztreppe. Je nach Abnutzung gibt es verschiedene Wege, die Treppe zu renovieren. Mal reicht es aus, das Holz
anzuschleifen und neu zu lackieren. In anderen Fällen muss der gesamte Stufenbelag erneuert werden. Die Renovierung ist Herausforderung und Chance. Denn eine alte Treppe erzählt einerseits ein Stück Geschichte, die man bewahren möchte. Andererseits muss sie aber auch voll funktionsfähig und sicher zu begehen sein.

Prüfen und planen

Wer eine Holztreppe aufarbeiten möchte, sollte sie zunächst von einem Schreiner oder Tischler kontrollieren lassen. Je nach Zustand der Treppe, Geschmack und Budget lässt sich planen, in welcher Art renoviert werden soll. Vier Hausbesitzer erzählen, wie sie ihre Stiegen neugestaltet haben.

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Treppengestaltungen in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2020.

Renovieren im Mietshaus

Neue Böden verlegen, Kacheln überstreichen oder die Einbauküche umbauen: Was Mieter in der Wohnung verändern können und wann die
Abstimmung mit dem Vermieter nötig ist.

Einzug in die neue Bleibe: Mieter können ihre Wohnung nach ihren eigenen Wünschen gestalten – wenn sie einige Regeln beachten.

Die Lage ist ideal, die Größe passt und die Nachbarn machen auch einen netten Eindruck. Nach diesen Kriterien entscheiden sich viele Mieter für ihre neue Bleibe. Bei der optischen Gestaltung hingegen machen viele zunächst Abstriche. Sie möchten ihre Wohnung später selbst umgestalten: Unschöne Böden austauschen, Wände streichen, eine neue Einbauküche installieren oder eine Trennwand einziehen. Damit es nicht zum Eklat mit dem Vermieter kommt, sollten Mieter bei der Neugestaltung einige Regeln einhalten.

Rechtliche Regeln kennen

Was erlaubt ist und was nicht, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Danach darf man Veränderungen an der Wohnung vornehmen, die im Rahmen des vertragsgemäßen Gebrauchs der Mietsache liegen.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2020.

Unterm Sonnenschirm

Ob auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse: Sonnenschirme bieten
für jede Situation einen passenden Sonnenschutz.

Schatten den ganzen Tag: Mittelstockschirme, die sich durch ein Gelenk kippen lassen, können immer vor die Sonnen gerichtet werden.

Wenn die Tage sonnig, warm und lang werden, zieht es die Menschen nach
draußen. Doch zur Erholung im Freien gehört auch ein Platz im Schatten. Sonnenschirme sind eines der flexibelsten Sonnenschutzsysteme – für fast jede Gegebenheit gibt es das richtige Modell.

Über dem Tisch

Rund, quadratisch, recht- oder achteckig – welche Form der Sonnenschutz hat, ist größtenteils Geschmackssache. Kleine Modelle haben meist einen runden Schirm. Sie passen gut auf Balkone, neben den Liegestuhl oder über den Bistrotisch. Eckige Schirme findet man eher bei größeren Modellen
– auch, weil eckige Formen bei gleicher Stofffläche mehr Schatten erzeugen als runde Formen. Zudem wirken sie harmonisch über eckigen Esstischen und Terrassenflächen.

Überwiegend werden zwei Modellvarianten angeboten: Mittelstock- und Ampelschirme.

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Modelle in der in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2020.

Häkelkissen

Inmitten bunt gehäkelter Kissen wird es so richtig gemütlich auf dem Sofa.

BLÜTENKISSEN
In der Mitte mit Landlust-Tweed in Fuchsia beginnen und mit Luftmaschenketten und Stäbchen in Grasgrün und Petrol in Runden nach außen arbeiten. Der Rand des Kissens ist in Landlust-Rot gehäkelt.

Material für das Blütenkissen

RINGELKISSEN
Wie aus den 1970er-Jahren: in Landlust-Rot, Petrol, Türkis, Natur, Grasgrün, Orange und Dunkeltürkis. Die Rückseite ist einfarbig in Dunkeltürkis gearbeitet. Beide Seiten sind mit festen Maschen gehäkelt.

Material für das Ringelkissen

Laden Sie hier die ausführlichen Anleitungen im PDF-Format herunter.

Im Fischerhaus

Am Ufer der Nahe hat ein Ehepaar ein 170 Jahre altes Haus restauriert. Sie bieten es Feriengästen als Unterkunft an.

Auf Naturbaustoffe legt die Familie Wert: Die Kalkputzwände sind mit Lehmfarbe gestrichen.

Nicht weit vom Oberen Mittelrheintal entfernt liegt Bad Münster am Stein-Ebernburg, ein heilklimatischer Kurort mit langer Tradition. Vom Kurpark mit Kurmittelhaus sind es nur wenige Schritte bis zu dem alten Häuschen, das die Familie am Ufer des Flüsschens Nahe aus dem Dornröschenschlaf erweckt haben.

Aufwendiger als gedacht

Ein Jahr ließen sie den verputzten Fachwerk-Lehm-Bau mit Mansardendach nach ihren Vorstellungen sanieren. „Oberflächlich sah alles ganz gut aus. Wir dachten, wir müssten nur ein bisschen renovieren“, so die Eheleute, die ein paar Häuser weiter in der Straße wohnen. Auf dem Dach wurden lediglich ein paar Ziegel ausgetauscht und die gesamte Eindeckung gereinigt. Auch die Schieferverkleidung der Gauben ist noch original. Verrutschte Platten ließen sich wieder zurechtrücken. Selbst Türen, Holzböden und Raumaufteilung blieben erhalten. „Dann aber stellte sich heraus, dass etliche Balken im Haus morsch waren und ersetzt werden mussten“, berichteten sie.

Häuser sind ihr Hobby

Das Ehepaar ließ sich dadurch nicht beirren. Als Liebhaber alter Häuser haben sie schon einige Objekte restauriert, bewohnt und verkauft, wenn es sie woanders hinzog.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2020.