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Hinter Glas

Ob historische Originale oder Nachbauten: Arztvitrinen aus lackiertem Stahl sind Design-Klassiker und die reinste Medizin für wintermüde Räume. Tipps für das private Schaufenster.

Eine Vitrine bringt Erinnerungs- und Lieblingsstücke ans Licht. Die kleine Privatausstellung lässt sich nach Lust und Laune umdekorieren. (Foto: Vanessa Jansen)

Als man im 19. Jahrhundert die Gesundheitsschädlichkeit von Mikroben erkannte, verschwanden die bis dahin üblichen reich verzierten und repräsentativen Holzinterieurs aus den Arztpraxen. Stattdessen zogen schnörkellose Instrumentenschränke und Vitrinen aus lackiertem Stahl ein, deren nahtlose Oberflächen sich leichter sauber und keimfrei halten ließen.

Abschleifen und lackieren

Viele dieser alten Stahl-Glas-Möbel führen mittlerweile ein Leben als Design-Klassiker. Es gibt Firmen, die sich auf die Restaurierung der Originale spezialisiert haben. Inzwischen bietet der Handel auch neue Metallvitrinen an, die den historischen Vorbildern nachempfunden sind.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Farben-Spiel

Im ostwestfälischen Landkreis Höxter haben Konrad und Britta Endemann ein in die Jahre gekommenes Forsthaus saniert.

Britta Endemann hat in ihrem Haus für Wände und Möbel Kreidefarben verwendet. Vor allem Farben der Natur, Grün- und Blautöne, sprechen sie besonders an. (Foto: Rainer Weppelmann)

Bereits die Anfahrt zu dem Haus von Familie Endemann ist besonders. Von der kleinen Ortschaft Himmighausen kommend, führt ein geschotterter Forstweg in sanftem Schwung gut tausend Meter den Berg hinauf, immer tiefer in den Teutoburger Wald hinein, bis zu einer lichten Anhöhe, auf der, umgeben von den Grünflächen eines großzügigen Hanggrundstücks, das 1873 erbaute Forsthaus liegt.

In die Landschaft eingefügt

Neben seiner exponierten Lage fällt die schlichte Eleganz des Forsthauses auf. Geerdet wird es durch einen Sockel aus heimischem gelbem Sandstein. Fensterbänke und Treppenstufen sind aus rotem Sandstein gearbeitet. Repräsentative Elemente, wie der Treppenaufgang mit doppeltem Handlauf, profilierte Fensterlaibungen sowie eine doppelflügelige Haustür, schmücken die ansonsten schlichte Fassade. Betritt man das Gebäude, stellt man fest: Das Besondere des Ortes setzt sich im Inneren fort. Überall hier gibt es herrliche An- und Ausblicke. Die Farben der Natur spiegeln sich an Wänden und Böden wider. Das Grün von Wald und Wiesen. Vom Himmel das Graublau, von Sonnenauf- und -untergängen das Rosarot.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Wertarbeit

Am Niederrhein fertigt die Schreinerei Woodworker zeitlos schlichte Küchen. Die hochwertigen Holzarbeiten der Shakergemeinden standen dafür Pate.

Typisch für die handgefertigten Küchen ist die massive Stollenbauweise mit stumpf einschlagenden Türen. (Foto: Rainer Weppelmann)

Ab hier hängt alles vom größten Kochtopf ab. Küchenbauer und Schreinermeister John Haase begutachtet einen Topfschrank: Unterer und oberer Auszug (für die Deckel) sind schon drin, der mittlere soll aber erst vor Ort beim Kunden eingesetzt werden, entsprechend der Höhe der zu verstauenden Töpfe. „Wir bauen hier jede Küche einmal zur Probe auf, bevor sie rausgeht“, erläutert der Schreinermeister. So erlebt niemand die unliebsame Überraschung, dass am Auslieferungstag Teile fehlen oder etwas bei der Montage nicht passt. Diese Küche hat bereits Gestalt angenommen – ein paar Meter weiter stehen die ersten Korpusse der nächsten, für sie braucht es noch etwas mehr Fantasie, aber eine Sitzbank ist schon erkennbar. An drei bis vier Küchen arbeitet die Schreinerei parallel.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Natur zu Füßen

Ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im Bad: Holzdielen bringen Wärme und Gemütlichkeit ins Haus und halten ein Leben lang. Viele Holzarten und Verlegemuster stehen zur Auswahl.

Wie gewachsen – Die Massivholzdielen aus der Werkstatt von Michael Geiger werden wie ein Puzzle zusammengesetzt. (Foto: Michael Geiger)

Reihe für Reihe fügen sich lange Holzbretter aneinander. Der Dielenboden zählt zu den ältesten Bodenbelägen überhaupt. Seine natürlichen Eigenschaften machen ihn bis heute beliebt. Holzdielen sind Natur pur. Sie lassen sich barfuß oder auf Socken angenehm begehen, regulieren auf natürliche Weise die Raumluft und sind sehr belastbar. „Ein Dielenboden überlebt bei guter Pflege mehrere Generationen“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer vom Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. Viele Böden werden erst nach über 20 Jahren zum ersten Mal abgeschliffen. „Wer die Patina liebt, die im Laufe der Jahre entsteht, renoviert noch seltener“, erläutert Jan Kurth. Der Markt bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Holzarten, Farbtönungen und Sortierungen. Über Länge, Breite oder Dicke der Dielen kann man ebenso individuell entscheiden wie über die veredelten Oberflächen und Verlegemuster. Sogar die Kombination mit einer Fußbodenheizung ist möglich.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Loft am Weinberg

loft

Wo früher ein Kellerstöckl stand, baute das Paar ein kleines Loft, so schlicht wie elegant. Der Blick reicht bis weit in die Pannonische Tiefebene des Burgenlandes.

loft
Aussichtsreich: Vom Sofa wie vom Essplatz schweift der Blick nach draußen, bis in die ungarische Puszta hinein.

Frühaufsteher laufen die gemähte Wiese zwischen den Reben bergab und erleben die schwindende Dämmerung: Richtung Süden wird es in der Pannonischen Tiefebene langsam heller, Straßen, Dörfer, Felder und Wälder tauchen auf. Oben am Weinberg reihen sich Kellerstöckl wie Perlen auf einer Schnur. In den einst landwirtschaftlich genutzten Häuschen pressten und lagerten die Winzer ihre Weine im Keller oder verköstigten sie.

Region für Rotwein

Eisenberg ist die kleinste und südlichste Weinanbauregion des österreichischen Burgenlandes. Der mineralische Schieferboden und das kontinentale Klima sind für kräftige Rotweine geeignet. Blaufränkisch heißt die heimische Rebsorte. Rebstöcke ziehen sich vom Eisenberg Reihe für Reihe hinab ins Tal. Oft gehören nur drei, vier, fünf Reihen zu einem Kellerstöckl. Etwa 1 200 gibt es in der Region, davon sind ungefähr 150 zu Ferienhäusern ausgebaut. Manche im 1970er-Jahre-Stil, manche traditionell mit Lehm- und Schiefermauern, Holzaufbau und Ziegel- oder Strohdach. Eins sticht durch seine puristischen Formen von Weitem hervor…

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 4/2020.

Decke und Kissen aus Landlust-Winterwolle

Decke und Kissen

Aus der neuen Winterwolle haben wir eine warme Decke im Flechtmuster und zwei Kissen mit Zöpfen und dichten Fransen gestrickt. Zum Anlehnen oder gemütlichen Sitzen.

Decke und Kissen

MATERIAL FÜR DIE DECKE
(Größe ca. 110 x 160 cm)
900 g Landlust-Winterwolle, LL 70 m/50 g, in Petrol Meliert (Art.-Nr. 11638/13), LL 70 m/50 g
Stricknadeln Nr. 7
Häkelnadel Nr. 5,5

MATERIAL FÜR DAS KISSEN
(Größe ca. 50 x 50 cm)
je 100 g Landlust-Winterwolle, LL 70 m/50 g, in:
Mittelgrau Meliert (Art.-Nr. 11638/8)
Natur Meliert (Art.-Nr. 11638/10)
Honiggelb Meliert (Art.-Nr. 11638/2)
Fuchsia Meliert (Art.-Nr. 11638/6)
Petrol Meliert (Art.-Nr. 11638/13)

Außerdem:
Stricknadeln Nr. 5,5 und Hilfsnadel
Kissenfüllung 50 x 50 cm

bodenkissen

MATERIAL FÜR DAS BODENKISSEN
(Größe ca. 60 x 60 cm)
550 g Landlust-Winterwolle, LL 70 m/50 g, in Fuchsia Meliert (Art.-Nr. 11638/6)
Stricknadeln Nr. 7
Kissenfüllung 60 x 60 cm

Laden Sie hier die ausführlichen Anleitungen im PDF-Format herunter.

Gemütliche Küchensofas

kuechensofa

Mit einem Küchensofa oder einer Polsterbank wird es am Esstisch erst richtig gemütlich. Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die Sitzhöhe und -tiefe an.

kuechensofa

Die Spieleabende werden länger, die Hausaufgaben lieber am Esstisch erledigt oder die Beine genüsslich auf dem Sitzmöbel ausgestreckt: Polsterbänke und Esstischsofas, auch Küchensofa oder Dining Sofa genannt, wirken einladend und machen auch ein minimalistisch gestaltetes Interieur wohnlicher. Schlichte Holzbänke sind zwar beliebt, auf Dauer aber oft unbequem. Erst recht, wenn man mit seinen Gästen den Abend lieber am Esstisch verbringen will, weil manche Sofalandschaft im Wohnzimmer als Liegewiese reserviert ist. Polsterbänke mit Lehnen oder Esstischsofas sind gemütlicher und rückenschonender. Wie ein normaler Stuhl haben sie eine Sitzhöhe zwischen 46 und 50 Zentimeter.

Ein Klassiker

Schon im 19. Jahrhundert stand in Bauern- wie Bürgerhäusern in der Küche oder in der guten Stube ein festgepolstertes Sofa am Esstisch. In einigen Landstrichen Norddeutschlands hält sich diese Tradition bis heute. Das sogenannte Ostfriesensofa, für ein Verdauungsschläfchen mit Armlehnen zum Herunterklappen ausgestattet, wird nach wie vor gebaut. Der zeitlose Klassiker hat viele Polstermöbelhersteller zu neuen Variationen inspiriert. Falls der Platz für ein Sofa nicht ausreicht, sind weniger voluminöse Polsterbänke eine gute Lösung.

Einladend

Schon die Gestaltung des Polstermöbels bietet viele Möglichkeiten: Form der Polster, Material des Gestells, Farbe und Muster des Bezugs. Die Kombination aller Elemente macht es zu einem Einzelstück und Hingucker. Wird die Rückseite mit demselben Stoff bezogen, ist das Sofa auch von hinten vorzeigbar. „So muss es nicht immer an der Wand stehen, sondern kann auch mit dem Rücken zum Raum platziert werden“, sagt Züleyha Cavga vom Hersteller Sinn Living.

Sitzkomfort

Angenehmes Sitzen fängt mit dem Verhältnis von Sitzhöhe zu Tischhöhe an…

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 4/2020.