Kategorie: Bauen

In der alten Wassermühle

Ein Berliner Paar hat im Wendland ein kleines Wochenendhaus mit großem Garten gesucht – und eine viel zu große Wassermühle auf kleinem Grund ersteigert. Vom Werden eines besonderen Ortes.

Die Mühle besteht aus drei Teilen, die ein „T“ formen: den Wohnteil, die einstige Bäckerei und dahinter die Kornmühle. (Fotos: André Reuter, Produktion: Miriam Hannemann)

Sobald man den Eingangsflur der denkmalgeschützten Wassermühle von Interieur Designerin Nele Harlan und Journalist Jörg Harlan Rohleder betritt, fällt die besondere Einrichtung ins Auge: Ein alter Verkaufstresen aus einer Bäckerei und ein zierlicher Kerzenleuchter, den das Paar auf den Straßen Marrakeschs gekauft hat. In diesem Haus im niedersächsischen Wendland, zwischen Jameln und Breese, ist nichts von der Stange. Mit Fundstücken aus der Mühle, ersteigerten Vintagemöbeln, selbstgefertigten Einbauten, von Reisen mitgebrachten Teppichen sowie Erbstücken hat das Paar einen unverwechselbaren Stil geschaffen – fein verwoben mit dem Charakter und der Geschichte des Hauses.

Erinnerungen an die Blütezeit

Die Jamelner Mühle ist eine von zwölf historischen Wassermühlen im Landkreis Lüchow- Dannenberg. Einst gab es hier sechzig dieser Bauwerke. Neben Malereien erinnern auch klassizistische Türblätter, filigran gearbeitete Fenster mit Bremer Ruderstangen, Wandvertäfelungen sowie Eichendielen an die Blütezeit der Mühle.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2021

Wertarbeit

Am Niederrhein fertigt die Schreinerei Woodworker zeitlos schlichte Küchen. Die hochwertigen Holzarbeiten der Shakergemeinden standen dafür Pate.

Typisch für die handgefertigten Küchen ist die massive Stollenbauweise mit stumpf einschlagenden Türen. (Foto: Rainer Weppelmann)

Ab hier hängt alles vom größten Kochtopf ab. Küchenbauer und Schreinermeister John Haase begutachtet einen Topfschrank: Unterer und oberer Auszug (für die Deckel) sind schon drin, der mittlere soll aber erst vor Ort beim Kunden eingesetzt werden, entsprechend der Höhe der zu verstauenden Töpfe. „Wir bauen hier jede Küche einmal zur Probe auf, bevor sie rausgeht“, erläutert der Schreinermeister. So erlebt niemand die unliebsame Überraschung, dass am Auslieferungstag Teile fehlen oder etwas bei der Montage nicht passt. Diese Küche hat bereits Gestalt angenommen – ein paar Meter weiter stehen die ersten Korpusse der nächsten, für sie braucht es noch etwas mehr Fantasie, aber eine Sitzbank ist schon erkennbar. An drei bis vier Küchen arbeitet die Schreinerei parallel.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Natur zu Füßen

Ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im Bad: Holzdielen bringen Wärme und Gemütlichkeit ins Haus und halten ein Leben lang. Viele Holzarten und Verlegemuster stehen zur Auswahl.

Wie gewachsen – Die Massivholzdielen aus der Werkstatt von Michael Geiger werden wie ein Puzzle zusammengesetzt. (Foto: Michael Geiger)

Reihe für Reihe fügen sich lange Holzbretter aneinander. Der Dielenboden zählt zu den ältesten Bodenbelägen überhaupt. Seine natürlichen Eigenschaften machen ihn bis heute beliebt. Holzdielen sind Natur pur. Sie lassen sich barfuß oder auf Socken angenehm begehen, regulieren auf natürliche Weise die Raumluft und sind sehr belastbar. „Ein Dielenboden überlebt bei guter Pflege mehrere Generationen“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer vom Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. Viele Böden werden erst nach über 20 Jahren zum ersten Mal abgeschliffen. „Wer die Patina liebt, die im Laufe der Jahre entsteht, renoviert noch seltener“, erläutert Jan Kurth. Der Markt bietet eine große Auswahl unterschiedlicher Holzarten, Farbtönungen und Sortierungen. Über Länge, Breite oder Dicke der Dielen kann man ebenso individuell entscheiden wie über die veredelten Oberflächen und Verlegemuster. Sogar die Kombination mit einer Fußbodenheizung ist möglich.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Ein Haus blüht auf

Haus renovieren

Vor 17 Jahren zog die Heimwerkerin in ein sanierungsbedürftiges Häuschen nach Rott am Inn. Mittlerweile hat sie ein Schmuckstück daraus gemacht.

Das Stahlblech über dem Kaminofen schützt die verkleidete Holzbalkendecke vor Hitze.

Möbel mit Patina haben die ehemalige Antikhändlerin schon immer Freude bereitet. Sie führte einige Jahre zusammen mit einem Partner ein Antiquitätengeschäft in München. Doch die Metropole wurde ihrer Familie zu teuer. Also ging es raus aufs Land, wo sich bereits Freunde niedergelassen hatten. Als sie das Häuschen an einem Hang in Rott am Inn zum ersten Mal sah, war sie nicht begeistert: feuchte Wände, wenig Licht, kein Bad. Doch mit viel Eigenleistung und der Hilfe von befreundeten Handwerkern und Architekten ging es nach dem Kauf im Jahr 2001 aufwärts. Zwei Jahre später zog sie mit Mann und Kind auf die Baustelle. Bald planten sie einen Anbau, weil es mit inzwischen drei Töchtern auf 96 Quadratmetern zu eng geworden war. Die Erweiterung ist über ein Verbindungsstück vom ersten Stock des Vorderhauses erreichbar, hat aber auch einen separaten Eingang. Heute sind diese 50 Quadratmeter Wohnfläche vermietet und die Eigentümerin bewohnt das Haupthaus mit den beiden jüngeren Töchtern.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Treppensanierung – Beispiele aus der Praxis

Eine Treppe aus Massivholz ist ein Blickfang in jedem Haus. Einmal in die Jahre gekommen, ist bei der Renovierung Fingerspitzengefühl gefragt. Vier Hausbesitzer erzählen, wie sie ihre Stiegen neugestaltet haben.

Das Ehepaar wohnt in einem Zweifamilienhaus von 1938 in Bielefeld. Ihre außergewöhnliche Treppe ist ein Blickfang und überwältigt die Besucher mit verschiedenen Rottönen.

Abblätternder Lack, abgelaufene Stufen oder tiefe Kratzer: Die tägliche Nutzung hinterlässt Spuren auf der Holztreppe. Je nach Abnutzung gibt es verschiedene Wege, die Treppe zu renovieren. Mal reicht es aus, das Holz
anzuschleifen und neu zu lackieren. In anderen Fällen muss der gesamte Stufenbelag erneuert werden. Die Renovierung ist Herausforderung und Chance. Denn eine alte Treppe erzählt einerseits ein Stück Geschichte, die man bewahren möchte. Andererseits muss sie aber auch voll funktionsfähig und sicher zu begehen sein.

Prüfen und planen

Wer eine Holztreppe aufarbeiten möchte, sollte sie zunächst von einem Schreiner oder Tischler kontrollieren lassen. Je nach Zustand der Treppe, Geschmack und Budget lässt sich planen, in welcher Art renoviert werden soll. Vier Hausbesitzer erzählen, wie sie ihre Stiegen neugestaltet haben.

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Treppengestaltungen in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2020.

Vorteile von Linoleum

Langlebig, fußwarm und farbenfroh: Als Bodenbelag aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen leistet Linoleum Mensch und Natur seit Langem gute Dienste.

Die Familie wollte eine fugenlose Fläche, damit sich der Staub nicht einnisten kann.

Vor über 150 Jahren war dem britischen Chemiker Frederick Walton aufgefallen, dass sich auf einem offenen Topf mit Leinölfarbe nach einiger Zeit eine gummiartige Haut bildete, die sich abziehen und kneten ließ.
Beim Experimentieren gelang es ihm, aus dem durch Sauerstoff verharzten Leinöl einen Bodenbelag herzustellen. Walton walzte eine Masse aus oxidiertem Leinöl (lat. linum, oleum), Baumharz, Kork, Holzmehl und Kreide auf ein grobes Jutegewebe. An der Luft getrocknet, härtete die Fläche zu einer biegsamen und dennoch stabilen Schicht aus. So entstand das erste Linoleum.

Vorteile im Wohnbereich

Das Material wird seit seiner Patentierung 1863 in bis zu 33 Meter langen und zwei Meter breiten Bahnen nach bewährter Rezeptur gefertigt. Dank seiner natürlichen Komponenten hat Linoleum einen guten Ruf als umweltfreundlicher elastischer Bodenbelag. Das enthaltene Leinöl wirkt von Natur aus antibakteriell. Deshalb ist Linoleum unter anderem in Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen als Bodenbelag besonders beliebt. Auch für den Wohnbereich bietet Linoleum viele Vorteile…

Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Linoleum in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2020.

Vordächer für Eingänge

Vordächer

Vordächer lassen einen nicht im Regen stehen und unterstreichen den Charakter des Hauses. Worauf man bei der Wahl eines praktischen und passenden Unterstands achten sollte.

So ein Vordach mit Unterkonstruktion aus Holz kann fast schon als kleine Veranda gelten.

Ein Spaziergang durch jede beliebige Wohnstraße zeigt: Vordächer gibt es in vielen Formen und aus den unterschiedlichsten Materialien. Als Schutz vor Regen und Schnee stehen sie fast jedem Haus gut zu Gesicht. Werkstoff und Gestaltung sollten zum Stil des Gebäudes passen, damit der Eingang einladend und harmonisch wirkt. An windigen Standorten bremst ein zusätzliches Seitenelement die Böen am Eingang aus.

Planung

Aber es gilt noch andere Faktoren zu bedenken: Wie ausladend soll die Konstruktion sein? Hält die Wand das aus oder muss ein leichteres Material oder eine andere Befestigung erwogen werden? Sollte das Dächlein einen eigenen Regenablauf haben oder geht es auch ohne? Sucht man sich bei einem Hersteller oder Händler ein Modell aus einer Serie aus, das meist in verschiedenen Standardmaßen zu haben ist, bespricht man diese Fragen mit dem Anbieter. Am besten anhand von Fotos der Eingangssituation und Informationen zum Wandaufbau. Handelt es sich um eine handwerkliche Maßanfertigung, kann noch individueller auf Standortbedingungen und gestalterische Wünsche eingegangen werden. Die Preisspanne bei Vordächern reicht von einigen 100 bis mehreren 1000 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Montage, die etwa einen halben Tag dauert. Nach oben sind preislich je nach Ausmaß oder Ausarbeitung, wie Verzierungen oder künstlerisch gestaltete Verglasungen, keine Grenzen gesetzt.

Erfahren Sie mehr über die Befestigung, Materialien und Gestaltung von Vordächern in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 4/2019.

Offene Duschen

Offene Duschen

Duschen werden häufig ohne Tür oder Kabine gestaltet. Das erleichtert die Pflege und wirkt geräumiger. Was bei offenen Duschen im Bad zu beachten ist.

Offene Duschen werden auch als begehbare Duschen, „Walk-in-“ oder Infinity-Duschen bezeichnet. Sie sind geräumig und werden meistens ohne Schwelle, also ebenerdig, ausgeführt. Dazu wird eine Nische genutzt oder eine Raumecke um z. B. eine Glaswand ergänzt, sodass sich ein geschützter Duschbereich ergibt. Solche Lösungen sparen Platz. Wer es im Bad geräumig hat, kann die Dusche auch frei an der Wand platzieren und eine Glasscheibe als Spritzschutz davorsetzen. So ist die Dusche von beiden Seiten aus begehbar. Auch eine in den Raum gesetzte Wandscheibe kann eine solche Situation schaffen.

Geschützter Bereich

Zur Unterteilung des Raumes und als Spritzschutz stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl…

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Bauprojekt Pfarrhaus

Mit der Renovierung eines alten Pfarrhauses im brandenburgischen Mödlich fanden zwei Fotografen eine neue Heimat.

Das ehemalige Pfarrhaus hat seinen Charakter nach der behutsamen Sanierung bewahrt.

Der Rückweg aus den Ferien führte zwei Fotografen im Sommer 1999 durchs brandenburgische Mödlich. Als sie kurz anhielten, um über den Deich auf die Elbe zu schauen, standen sie plötzlich vor einem verfallenen Haus. Der Anblick des ehemaligen Pfarrhauses ließ die beiden nicht mehr los. Es zu kaufen, schien ihnen damals unmöglich. Sie hatten sich gerade erst in Hannover selbstständig gemacht – zweieinhalb Autostunden entfernt. Über die Jahre schauten sie immer mal wieder nach dem Haus, das zusehends verfiel. Irgendwann geriet es in Vergessenheit, bis sie es 2011 in einem Immobilienportal im Internet wiederentdeckten.

Besichtigt und gekauft

Nach der ersten Besichtigung entschied sich das Fotografen-Ehepaar zum Kauf des 1865 errichteten, zweigeschossigen Ziegelbaus, trotz unübersehbarer Schäden: ein undichtes Dach, durchgebrochene Decken und ein durchweichtes Mauerwerk an der nördlichen Giebelseite. Zudem musste ein Drittel der Balken im Dachstuhl erneuert und die Decken mit neuen Lehmwickeln aufgefüllt werden. Ein nasses Fundament hatte das unterkellerte Haus hinterm Deich dagegen nicht.

„Man errichtete es einst wohlweislich auf einem aufgeschütteten Hügel, einer Warft. Selbst beim letzten Hochwasser wurde der Ziegelboden im Keller nur etwas feucht“, sagt der Hausbesitzer.

Keine Kompromisse

Es war ein langer Weg, das Baudenkmal so liebevoll und originalgetreu wiederaufzubauen. Auf Kompromisse, die man später vielleicht bereut, ließen sich die beiden Eigentümer nicht ein. Auch wenn ihr Projekt dadurch an mancher Stelle teurer wurde. Etwa bei den neuen Dachgauben: Die Fenster schienen ihnen im Vergleich zu den übrigen Fenstern zu
groß. Also mussten sie verkleinert und die Gauben noch mal angepasst werden. Den Rückbau und die Innengestaltung erledigten die beiden dagegen selbst oder mit Helfern…

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