Kategorie: Einrichten

Fliesenmanufaktur Hees

In der Fliesenmanufaktur van Hees werden Fliesen nach historischen Vorbildern geformt und bemalt.

Die Delfter Fliesen in Handarbeit herzustellen, kommt den alten Originalen am nächsten. Nur zu Beginn nutzt Claudia van Hees eine Maschine. (Foto: André Reuter)

Wer die Werkstatt von Claudia van Hees betritt, dem strömt ein erdiger Geruch nach Ton und Lehm in die Nase. In einer alten Reetdachscheune in Seestermühe nördlich von Hamburg fertigt die Keramikerin seit mehr als 30 Jahren Fliesen in Handarbeit. Mit Geduld und Geschick wird jedes Stück in einer Jahrhunderte alten Technik geformt, glasiert und bemalt.

Historische Vorlagen

Die Vorbilder für ihre Arbeit lagern in einem Raum gleich neben ihrer Werkstatt. In den Holzregalen an der Wand reihen sich alte, über Jahre gesammelte Fliesen aneinander. Jede zeigt ein anderes Motiv: Segelschiffe und Windmühlen, ein Hase, ein Fisch oder zwei Menschen im Gespräch. Fast immer gemalt in Blau auf Weiß. „Einige dieser Fliesen sind mehr als 300 Jahre alt“, erzählt Claudia van Hees und nimmt eine von ihnen aus dem Regal. Ihre Gla- sur ist von feinen Rissen durchzogen.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS 2/2021

Baumstarke Küchen

Es waren einmal zwei mächtige Eichen. Über 150 Jahre standen sie im Nordschwarzwald. Dann brachte sie ein Sturm zu Fall. Jetzt leben sie als Küche weiter.

Der warme Farbton des Holzes macht die Küche von Team 7 wohnlich und gemütlich. (Foto: Team 7)

In den Wäldern um Schömberg-Bieselsberg sieht man vor lauter Tannen den Baum nicht mehr. Könnte man meinen. Aber Daniel Kassners Blick ist geschult. Eichen sind in diesem Winkel des Nordschwarz- walds zwar nicht so häufig wie Nadelbäume, doch eines Tages fielen dem Schreiner zwei schöne dicke Eichenstämme auf, die am Wegesrand lagen. Vermutlich Sturmholz. Er fragte beim Förster nach, ob das Holz zu haben sei. Daniel Kassner hatte dafür nämlich schon einen Kunden im Kopf. Sein Nachbar Joachim Haessler wünschte sich eine Küche, die komplett aus massivem Holz gefertigt ist. Nicht nur die Fronten, sondern der ganze Korpus, die Böden der Schubladen und sogar die Rückseiten. Eine Küche, die durch Gebrauch mit der Zeit schöner wird und so lange hält, wie das Holz alt ist, aus dem sie gebaut wurde: also mindestens 150 Jahre. Dafür waren die Stämme vom Wegesrand ideal.

Hinter Glas

Ob historische Originale oder Nachbauten: Arztvitrinen aus lackiertem Stahl sind Design-Klassiker und die reinste Medizin für wintermüde Räume. Tipps für das private Schaufenster.

Eine Vitrine bringt Erinnerungs- und Lieblingsstücke ans Licht. Die kleine Privatausstellung lässt sich nach Lust und Laune umdekorieren. (Foto: Vanessa Jansen)

Als man im 19. Jahrhundert die Gesundheitsschädlichkeit von Mikroben erkannte, verschwanden die bis dahin üblichen reich verzierten und repräsentativen Holzinterieurs aus den Arztpraxen. Stattdessen zogen schnörkellose Instrumentenschränke und Vitrinen aus lackiertem Stahl ein, deren nahtlose Oberflächen sich leichter sauber und keimfrei halten ließen.

Abschleifen und lackieren

Viele dieser alten Stahl-Glas-Möbel führen mittlerweile ein Leben als Design-Klassiker. Es gibt Firmen, die sich auf die Restaurierung der Originale spezialisiert haben. Inzwischen bietet der Handel auch neue Metallvitrinen an, die den historischen Vorbildern nachempfunden sind.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Farben-Spiel

Im ostwestfälischen Landkreis Höxter haben Konrad und Britta Endemann ein in die Jahre gekommenes Forsthaus saniert.

Britta Endemann hat in ihrem Haus für Wände und Möbel Kreidefarben verwendet. Vor allem Farben der Natur, Grün- und Blautöne, sprechen sie besonders an. (Foto: Rainer Weppelmann)

Bereits die Anfahrt zu dem Haus von Familie Endemann ist besonders. Von der kleinen Ortschaft Himmighausen kommend, führt ein geschotterter Forstweg in sanftem Schwung gut tausend Meter den Berg hinauf, immer tiefer in den Teutoburger Wald hinein, bis zu einer lichten Anhöhe, auf der, umgeben von den Grünflächen eines großzügigen Hanggrundstücks, das 1873 erbaute Forsthaus liegt.

In die Landschaft eingefügt

Neben seiner exponierten Lage fällt die schlichte Eleganz des Forsthauses auf. Geerdet wird es durch einen Sockel aus heimischem gelbem Sandstein. Fensterbänke und Treppenstufen sind aus rotem Sandstein gearbeitet. Repräsentative Elemente, wie der Treppenaufgang mit doppeltem Handlauf, profilierte Fensterlaibungen sowie eine doppelflügelige Haustür, schmücken die ansonsten schlichte Fassade. Betritt man das Gebäude, stellt man fest: Das Besondere des Ortes setzt sich im Inneren fort. Überall hier gibt es herrliche An- und Ausblicke. Die Farben der Natur spiegeln sich an Wänden und Böden wider. Das Grün von Wald und Wiesen. Vom Himmel das Graublau, von Sonnenauf- und -untergängen das Rosarot.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2021

Gemütliche Küchensofas

kuechensofa

Mit einem Küchensofa oder einer Polsterbank wird es am Esstisch erst richtig gemütlich. Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die Sitzhöhe und -tiefe an.

kuechensofa

Die Spieleabende werden länger, die Hausaufgaben lieber am Esstisch erledigt oder die Beine genüsslich auf dem Sitzmöbel ausgestreckt: Polsterbänke und Esstischsofas, auch Küchensofa oder Dining Sofa genannt, wirken einladend und machen auch ein minimalistisch gestaltetes Interieur wohnlicher. Schlichte Holzbänke sind zwar beliebt, auf Dauer aber oft unbequem. Erst recht, wenn man mit seinen Gästen den Abend lieber am Esstisch verbringen will, weil manche Sofalandschaft im Wohnzimmer als Liegewiese reserviert ist. Polsterbänke mit Lehnen oder Esstischsofas sind gemütlicher und rückenschonender. Wie ein normaler Stuhl haben sie eine Sitzhöhe zwischen 46 und 50 Zentimeter.

Ein Klassiker

Schon im 19. Jahrhundert stand in Bauern- wie Bürgerhäusern in der Küche oder in der guten Stube ein festgepolstertes Sofa am Esstisch. In einigen Landstrichen Norddeutschlands hält sich diese Tradition bis heute. Das sogenannte Ostfriesensofa, für ein Verdauungsschläfchen mit Armlehnen zum Herunterklappen ausgestattet, wird nach wie vor gebaut. Der zeitlose Klassiker hat viele Polstermöbelhersteller zu neuen Variationen inspiriert. Falls der Platz für ein Sofa nicht ausreicht, sind weniger voluminöse Polsterbänke eine gute Lösung.

Einladend

Schon die Gestaltung des Polstermöbels bietet viele Möglichkeiten: Form der Polster, Material des Gestells, Farbe und Muster des Bezugs. Die Kombination aller Elemente macht es zu einem Einzelstück und Hingucker. Wird die Rückseite mit demselben Stoff bezogen, ist das Sofa auch von hinten vorzeigbar. „So muss es nicht immer an der Wand stehen, sondern kann auch mit dem Rücken zum Raum platziert werden“, sagt Züleyha Cavga vom Hersteller Sinn Living.

Sitzkomfort

Angenehmes Sitzen fängt mit dem Verhältnis von Sitzhöhe zu Tischhöhe an…

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 4/2020.

Beim Töpfer

Töpferwerkstatt

Der Töpfermeister betreibt eine der letzten Brauntöpfereien Deutschlands. Auf einem Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern stellt er traditionelle Bunzlauer Keramik her.

Unter der Decke der Töpferwerkstatt sind die Schüsseln zum Trocknen aufgereiht.

Eine schmale Kopfsteinpflasterstraße führt durch das 20-Seelen-Dorf Lenzen bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern. Sie endet vor den Toren einer alten Gutsanlage. Hier widmet sich der Töpfermeister einem alten Handwerk: der heute selten gewordenen Brauntöpferei. Die Töpferwerkstatt, den Verkaufsraum und den großen Holzbrennofen hat er in den Nebengebäuden des Gutshauses untergebracht.

Weit draußen

Wer das Gut betritt, erblickt viel Grün, einen See und ein Wäldchen. Die befestigte Straße endet vor den Toren des Gutshofs. In den Sommer-monaten erreichen am Tag vier bis fünf Kunden den abgelegenen Töpferhof. Im Verkaufsraum finden sie lange Regalreihen voller Tongefäße, Tassen, Krüge und Gärtöpfe in zahlreichen Brauntönen.

Freiraum

Der Töpfer schätzt das geruhsame Leben in der Abgeschiedenheit des Dorfes. Er hat den Gutshof in den letzten 30 Jahren nach und nach renoviert. Eine Heizung für die Wohnräume im Gutshaus hat er erst vor sechs Jahren eingebaut.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Hof der schönen Dinge

Landgasthof

In einem alten Landgasthof betreibt die Händlerin ein Möbelhaus mit alten Fundstücken.

Zwischen Wäldern und Feldern findet man diesen Landgasthof. Auf dem gekiesten Parkplatz vor dem ehemaligen Gasthaus stapeln sich Wannen, Kübel und Töpfe aus altem Zink. Auch in dem Gebäude dreht sich alles um schöne Dinge aus früheren Zeiten. Auf zwei Etagen werden antike Möbel, Stoffe, Gefäße und auch manch eigenwillige Gerätschaft ausgestellt.

Aus zweiter Hand

Ein Duft aus Leinöl, Blüten und frischem Kaffee begrüßt den Besucher. Dem süßen Duft folgend gelangt man zu einem Regal, in dem in Schachteln und Schütten Duftsäckchen mit getrockneten Blüten liegen. Sie helfen gegen unangenehme Gerüche in alten Möbeln. Daneben häufen sich Porzellan-knäufe für Kommoden und Schränke. „Das sind die einzigen
Neuwaren hier“, versichert die Inhaberin. Alles andere, was sie in ihrem Laden verkauft, hat schon mehrere Besitzer gesehen.

Mit neuem Anstrich

Im Laden türmen sich Tische und Schränke, Stühle und Vertikos. Viele davon hat die 40-Jährige mit weißer Kreidefarbe aufgearbeitet. Die hellen Möbel sind bei ihren Kunden beliebt, auch weil sie Licht in dunkle Ecken bringen. Im Eingangsbereich und im Obergeschoss findet man hingegen originalgetreu restaurierte Möbel in satten Holztönen. Stühle und Tische in hellen Türkis- und Blautönen, wie man sie von Küchen aus den 1940er und 1950er Jahren kennt, stehen in einem weiteren Raum. Ein kleineres Zimmer mit wechselnden Sonderangeboten ist Kleinmöbeln, Küchengeräten und Spielzeug vorbehalten. Die meisten von ihnen stammen aus den 1960er und
1970er Jahren. Auch einige Möbel im typischen Industriedesign sind dort zu finden.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 3/2020.

Tipps für den Sofakauf

Schön sind sie alle, aber auf Dauer auch bequem und praktisch? Es braucht Zeit, ein Sofa zu finden, bei dem Form und Innenleben zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Mit seinem asymmetrischen Aufbau, dem Spiel aus Farben und Strukturen tanzt Polder von Vitra aus der Reihe.

Rauf aufs Sofa und die Beine hochlegen. Wenn nur nicht diese kleinen Störfaktoren wären. Zum Beispiel mühseliges Aufstehen, bedingt durch die niedrige Höhe und zu weiche Sitzpolster mit Federfüllung, die jeden Tag aufgeschüttelt werden müssen. „Die Ausgangssituation im eigenen Zuhause ist immer ein guter Maßstab, um herauszufinden, was einem gefällt und was man bei einem neuen Sofa gern anders haben möchte“, sagt die Leiterin des Schulungszentrums von Rolf Benz in Nagold. Seit 20 Jahren gibt sie Verkaufspersonal von Möbelhäusern das Rüstzeug mit, um Kunden rund ums Sofa gut zu beraten.

Form und Stil

Heutzutage sind Sofas in allen Stilen und Formen zu haben. „Die Zusammenstellung ist ganz individuell. Standards gibt es nicht mehr. Einen guten Berater erkennt man daran, dass er sehr genau nach den persönlichen Vorlieben und der Raumarchitektur fragt“, sagt die Sofa-Expertin. Wichtig ist, wie ein Sofa genutzt werden soll. Eher zum Liegen oder Sitzen oder beides?

Erfahren Sie mehr über die Tipps der Sofa-Expertin in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 1/2020.

Dekorative Windvorhänge

Windvorhänge

Windvorhänge halten Wind und Kälte draußen. Dekorativ sind die Vorhänge aus bunter Wolle und Leinen allemal.

Mit ihren Mustern und Farben ergänzen die Vorhänge die Einrichtung. Der karierte Windstopper besteht aus einem festen, dichten Wollstoff, die Schmutzkante aus Leder.

Grüne Ranken verteilen sich über den hellen Leinenstoff, rote Karos durchziehen feste, dichte Wolle: Die Windvorhänge vor den Türen zweier Raumaustatter sind stimmig zur Einrichtung. In ihrem Haus leben und verkaufen sie den klassischen britischen Landhausstil. In England gehören die bodenlangen Windvorhänge zur Einrichtung vieler, vor allem älterer Häusern. Innen vor die Tür gehängt, halten die dichten Stoffe der Vorhänge Wind und Kälte britischer Winter draußen. In Deutschland sind Windvorhänge eher selten – obwohl sie nicht nur einen praktischen Nutzen haben.

Dekorativ

„Windvorhänge sollen einen Raum ergänzen“, sagt eine der beiden Unternehmer. Praktisch und schön sollen sie sein, Stoffe und Farben den Stil der Einrichtung unterstreichen. Um ihren Kunden zu zeigen, wie das aussehen kann, führt sie sie durchs Haus. Von der Tapete bis zum Kissen kann man sich inspirieren und beraten lassen. Dazu gehören auch die traditionellen Windvorhänge. Vor der Tür, die hinaus zum Garten führt, hat die Innenarchitektin einen rot-grün karierten Vorhang mit Schabracke angebracht. Die Farben ergänzen die zartrote Blumentapete und die rote Treppe im Flur.

Erfahren Sie mehr über die Stoffe und Pflege klassischer Windvorhänge in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 4/2019.

Eine Küche wird ausgelagert

Küchenanbau

Als die Bauherrin ihr Elternhaus in einem Berliner Stadtteil übernahm, erwies sich die Küche als zu klein. Sie wurde in einen Anbau ausquartiert.

Die neue Küche
Der Anbau führt die Achse des Satteldaches fort. Im Innern nimmt die Möblierung der Küche die Symmetrie auf.

Zu Festen und auch zwischendurch trifft sich die Familie in dem 1960er-Jahre-Haus. Dann kommen die Töchter mit ihren Partnern und versammeln sich um den großen Tisch in der neuen Küche. Zusammen kochen, plaudern oder auf der langen Bank innehalten und in den Garten schauen –
genauso hatte sie sich das vorgestellt.

Vor sechs Jahren zog die Bauherrin in das stark renovierungsbedürftige Haus ihrer Eltern, in dem sie mit ihrem Bruder aufgewachsen ist. Die Geschwister haben häufig über die Renovierungsarbeiten gesprochen, es gab viel zu tun: Die Bäder waren zu erneuern, die Heizung und das Dach. Alle Räume mussten vollständig renoviert werden. Vor allem aber passte die Küche mit ihren acht Quadratmetern nicht zu dem Familienleben, das die Familie vor Augen hatte. Bei all den anstehenden Maßnahmen sollte das Haus, das 1960 gebaut worden war, seinen Charakter bewahren. Sie gingen behutsam vor…

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