In der alten Wassermühle

Ein Berliner Paar hat im Wendland ein kleines Wochenendhaus mit großem Garten gesucht – und eine viel zu große Wassermühle auf kleinem Grund ersteigert. Vom Werden eines besonderen Ortes.

Die Mühle besteht aus drei Teilen, die ein „T“ formen: den Wohnteil, die einstige Bäckerei und dahinter die Kornmühle. (Fotos: André Reuter, Produktion: Miriam Hannemann)

Sobald man den Eingangsflur der denkmalgeschützten Wassermühle von Interieur Designerin Nele Harlan und Journalist Jörg Harlan Rohleder betritt, fällt die besondere Einrichtung ins Auge: Ein alter Verkaufstresen aus einer Bäckerei und ein zierlicher Kerzenleuchter, den das Paar auf den Straßen Marrakeschs gekauft hat. In diesem Haus im niedersächsischen Wendland, zwischen Jameln und Breese, ist nichts von der Stange. Mit Fundstücken aus der Mühle, ersteigerten Vintagemöbeln, selbstgefertigten Einbauten, von Reisen mitgebrachten Teppichen sowie Erbstücken hat das Paar einen unverwechselbaren Stil geschaffen – fein verwoben mit dem Charakter und der Geschichte des Hauses.

Erinnerungen an die Blütezeit

Die Jamelner Mühle ist eine von zwölf historischen Wassermühlen im Landkreis Lüchow- Dannenberg. Einst gab es hier sechzig dieser Bauwerke. Neben Malereien erinnern auch klassizistische Türblätter, filigran gearbeitete Fenster mit Bremer Ruderstangen, Wandvertäfelungen sowie Eichendielen an die Blütezeit der Mühle.

Erfahren Sie mehr in der Landlust ZUHAUS Ausgabe 2/2021